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Presse

An den Kapitalmärkten sind Risiken allgegenwärtig. Die Marktrisiken lassen sich messen und einschätzen. Andere Risikoarten mögen nicht so einfach zu messen sein, müssen aber in die Bewertung einbezogen werden.

Wenn Sie Fragen zu Kapitalmarktrisiken oder zu den Auswirkungen bestimmter Ereignisse auf die Märkte haben, sprechen Sie uns gerne an.

Presse-Ansprechpartner:

newskontor GmbH
Bodo Scheffels
Telefon: +49 (0)40 8060 194 34
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E-Mail: bodo.scheffels@newskontor.de

Düsseldorf, 19.09.2019

AUSRICHTUNG AUF RISIKOMANAGEMENT

Die Quant.Capital Management GmbH hat ihre Fokussierung auf Dienstleistungen rund um Risikomanagement abgeschlossen. Das Düsseldorfer Asset-Management-Haus ist damit einer der wenigen Anbieter mit einem umfassenden Blick auf Risiko und bietet auch kleineren und mittelgroßen institutionellen Vermögen Zugang zu einem ergänzenden Risikomanagement.

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„Bislang war externes, kundenindividuell konfigurierbares Risikomanagement als ergänzende Unterstützung des jeweils eigenen Risikomanagements – von Beratung bis hin zur Auslagerung operativer Absicherungsmaßnahmen – meist großen, institutionellen Anlegern vorbehalten“, sagt Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH. Große deutsche Häuser bieten diese Leistungen erst für Vermögen ab mehreren hundert Millionen Euro an, manches internationale Haus erst für Vermögen im Milliardenbereich. Die zunehmenden wirtschaftlichen und politischen Risiken in der Welt bei gleichzeitig weiter anhaltenden Niedrig- und Negativzinsen legen es allerdings für alle institutionellen Portfolios nahe, bestmögliche Formen von Risikomanagement einschließlich systematischer Verlustbegrenzung einzusetzen.

„Weitgehende technologische Entwicklungen haben es uns möglich gemacht, individuell konfiguriertes Risikomanagement mit unserer Ausrichtung und wissenschaftlicher wie technologischer Expertise auch für kleinere institutionelle Portfolios kostengünstig anbieten zu können“, so Falke. Damit sei der Grundstein gelegt für eine breite Marktdurchdringung umfassender Formen des Risikomanagements.

„Mit unseren Angeboten möchten wir dazu beitragen, dass gezieltes Risikomanagement auf dem Niveau der Branchenführer breit im Markt angewendet werden kann“, sagt Falke. Ergänzend zu den verschiedenen Varianten des Risikomanagements kann eine systematische Verlustbegrenzung für das Gesamtvermögen sinnvoll sein. Dies kann die strukturelle Grundlage für den Anlageerfolg sein – je nach individueller Vorgabe der Verlustgrenzen, die auch als Voraussetzung dafür dienen, ertragsorientiertere Anlageformen umzusetzen.

Auf der Webseite www.quantcapital.de werden die unterschiedlichen Dienstleistungsstufen des Risikomanagements erläutert, bis hin zur umfassenden operativen Unterstützung im Rahmen eines „Risiko-Overlay-Managements“. Die Webseite www.zins-tracker.de stellt darüber hinaus eine tagesaktuelle Übersicht zur Verfügung, auf der die Zinskurven der wichtigsten Staatsanleihen aufgelistet werden. Per App werden sich in Kürze aktuelle Heatmaps aus der Risiko-Research-Publikation „Quant.Risk Tracker“ kostenfrei nutzen lassen.

Über Quant.Capital Management

Die Quant.Capital Management GmbH ist als unabhängiger, inhabergeführter Asset Manager ein Spezialist für Risikobewertung und Risikomanagement, die durch quantitative Modelle und mit eigenem Research gesteuert werden. Quant.Capital bietet institutionellen Investoren individuell konfigurierte Anlagekonzepte in Form von Spezialfonds oder diskretionären Mandaten. Zudem bietet Quant.Capital die Bewertung von Risiken in Portfolios institutioneller Kunden an bis hin zur Umsetzung und Überwachung einer Risiko-Overlay-Strategie. Besonderer Wert wird dabei auf Liquidität, Handelbarkeit, Bewertbarkeit und Risikokontrollmethoden gelegt. Quant.Capital Management ist Mitglied im Bundesverband Alternative Investment.

 

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Dr. Dieter Falke, Ivan Mlinaric newskontor GmbH
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20190919_Ausrichtung_auf_Risikomanagement.pdf

Düsseldorf, 12.09.2019

DIE SACHE MIT DER SCHWARZEN NULL

US-Präsident Trump wirft der EZB vor, durch ihre erneute Zinssenkung die US-Währung und die US-Wirtschaft zu schwächen. Dabei vergisst der USPräsident, dass er mit seiner Schuldenpolitik in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen hat, die USA in diese Lage zu manövrieren. – Ein Kommentar von Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der auf Risikomanagement spezialisierten Quant.Capital Management GmbH.

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Zwei Tweets zeigen Trumps Sicht der Dinge:

The Federal Reserve should get our interest rates down to ZERO, or less, and we should then start to refinance our debt. INTEREST COST COULD BE BROUGHT WAY DOWN, while at the same time substantially lengthening the term. We have the great currency, power, and balance sheet…..” Twitter, @realDonaldTrump, 11.09.2019

European Central Bank, acting quickly, Cuts Rates 10 Basis Points. They are trying, and succeeding, in depreciating the Euro against the VERY strong Dollar, hurting U.S. exports….And the Fed sits, and sits, and sits. They get paid to borrow money, while we are paying interest!” Twitter, @realDonaldTrump, 12.09.2019

Dabei ist die Interpretation durchaus richtig: Niedrige Zinsen können dazu genutzt werden, die Laufzeiten der Staatsverschuldung zu verlängern und so die Zinslast zu reduzieren. In der US-Regierung wird aber nur ein Teil der Gleichung gesehen, das Gesamtproblem bleibt unerkannt. So wird außen vor gelassen, dass für die Zinsen auch die Haushaltspolitik eine bedeutende Rolle spielt. Die Zinsen für die Neuverschuldung orientieren sich an den Renditen von bereits emittierten Staatsanleihen. Diese entstehen wiederum aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage an den Anleihemärkten. Muss ein Staat mit hohem Haushaltsdefizit neue Schulden aufnehmen, dann tut er dies in der Regel, indem er neue Anleihen begibt, also das Angebot an Anleihen am Markt erhöht. Ein steigendes Angebot drückt nun auf die Kurse. Für Anleihen bedeuten fallende Kurse umgekehrt steigende Renditen.

Umgekehrt verhält es sich, wenn Staaten ihre Verschuldung zurückfahren, das Angebot an verfügbaren Anleihen also sinkt. Ein sinkendes Angebot führt zu steigenden Kursen und damit zu sinkenden Zinsen. Die Finanzierungskosten für Staaten der Eurozone sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Häufig wird in diesem Zusammenhang der Einfluss der EZB mit ihren Anleihekaufprogrammen hervorgehoben. Die EZB hat über ihre zusätzliche Nachfrage tatsächlich starken Einfluss auf die Zinsentwicklung der vergangenen Jahre gehabt. Aber es gibt noch weitere Akteure. Insbesondere die Bundesrepublik hat durch ihren Kurs der konsequent Schwarzen Null, inklusive einer moderaten, aber kontinuierlichen Rückführung von Schulden, dabei geholfen, die Zinsen in der Eurozone niedrig zu halten. Die anderen Staaten der Eurozone haben diese Vorlage angenommen und sind dabei, ihre Schulden zu konsolidieren oder sogar zurückzuführen (siehe Grafik 1). Für die Zukunft der Haushalte bedeutet dies: Sinkende Schulden und niedrigere Zinsen geben mehr Spielraum durch niedrigere Zinslast. Dieser Spielraum kann genutzt werden, um die Verschuldung
weiter zurückzufahren. In der Krise hätte man so aber auch die Flexibilität, um mit
Konjunkturprogrammen nachzulegen. Insbesondere Deutschland hat sich so wieder einen deutlichen Gestaltungsspielraum geschaffen (siehe Grafik 2).

Grafik 1:

Quelle: Eurostat

 

Grafik 2:

Quelle: Eurostat

Und in den USA? Dort wurden die Jahre des hohen Wirtschaftswachstums nicht etwa genutzt, um den Schuldenstand zu reduzieren. Nein, man hat sich seit zehn Jahren kontinuierlich schneller verschuldet, als die Wirtschaft gewachsen war – Tendenz steigend. Wenn jeder neue Dollar an Schulden zu weniger als einem neuen Dollar an BIP wird, dann ist das volkswirtschaftlich ineffizient und ein Problem für die Zukunft. Was geschieht, wenn die Wirtschaft schwächelt? Wie weit möchte man den Schuldenstand noch erhöhen? Dieser beträgt heute bereits 105 Prozent des BIP und könnte im kommenden Jahr 108 Prozent betragen.

 

Grafik 3:

Quellen: US Department of Treasury, US Bureau of Economic Analysis

Noch ist ein Wirtschaftswachstum in den USA vorhanden. Hätte man aus dem Oval Office statt nur bis Frankfurt gleich bis Berlin geschaut, man hätte etwas über die Schwarze Null lernen können und über die Tugenden der oft zitierten schwäbischen Hausfrau, die in guten Zeiten zur Seite legt, um für schlechte Zeiten gewappnet zu sein.


Chance vertan, Mr. President.

 

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20190912_Die_Sache_mit_der_schwarzen_Null.pdf

Düsseldorf, 14.08.2019

DER CLUB DER SCHULDENVERDIENER

Anfang August lieferten erstmals in der Geschichte alle Bundesanleihen eine negative Rendite. Damit tritt Deutschland dem exklusiven Club der Länder mit nur negativen Renditen bei, dem bislang die Schweiz, die Niederlande, Dänemark, Schweden und die Slowakei angehören. Neue Aufnahmekandidaten stehen aber schon bereit.

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Die Niedrigzinsphase treibt interessante Blüten: Die Welt ist geteilt in Länder, die für die Geldaufnahme Geld bezahlen – und in die, die damit Geld verdienen. Zur ersten Gruppe gehören die USA, China, Großbritannien, genauso wie  Griechenland, Argentinien oder Südafrika. Diese Länder zahlen über alle Laufzeiten hinweg Zinsen auf das geliehene Geld.

Vor allem im kurzfristigen Bereich sind weitere Staaten mittlerweile in der Lage, einen negativen Zins auf ihre Schuldpapiere zu schreiben: Mit Portugal, Spanien und auch Irland gehören einige vermeintliche Krisenstaaten der Eurozone dazu. Aber auch Bulgarien muss erst ab Laufzeiten von mehr als vier Jahren positive Renditen bieten. Mit Österreich und Finnland stehen zwei weitere Länder kurz vor dem Sprung in den Club der Schuldenverdiener. Japan steht schon länger davor, ist aber bisher noch nicht eingetreten. Sie alle zahlen nur noch für 30-jährige Laufzeiten Zinsen – oder für eher unübliche Papiere mit extrem langen Laufzeiten – bei allen anderen Anleihekategorien sind die Renditen mittlerweile ins Minus gerutscht. Gut möglich, dass hier bald sogar die besonders langen Laufzeiten keinen positiven Ertrag mehr bringen. Zudem verrät der Blick auf den Zins-Tracker (www.zins-tracker.de), in dem die gängigen
Laufzeiten bis 30 Jahre dargestellt werden, dass in vielen Ländern in den vergangenen
Tagen neue Tiefststände bei den Anlagerenditen erreicht wurden: Die Zahl der Felder mit dunkelroter Farbe ist gewaltig.


Abgesehen vom Risiko, mit Zinsanlagen kein Geld zu verdienen, zeigt der Blick auf die Zinstabelle aber auch, dass die Konjunktur auf wackeligen Beinen steht: In einigen Staaten werden für kurze Laufzeiten höhere Zinsen bezahlt als für die Langläufer. Eine solche inverse Zinsstruktur gilt als verlässlicher Indikator einer Konjunkturabschwächung. Ausgeprägt ist das bereits in den USA zu sehen, auch Großbritannien rutscht in diese Richtung. Bei einigen anderen Volkswirtschaften wirken die Zinskurven bereits bedrohlich flach. Hier ist also aus Risikosicht Gefahr im Verzug.

 

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20190814_Der Club der Schuldenverdiener.pdf

Düsseldorf, 12.08.2019

STEIGENDE RISIKEN BEDROHEN PORTFOLIOSUBSTANZ

Ein Kommentar von Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH

Die wirtschaftlichen wie politischen Risikofaktoren für die weltweiten Kapitalmärkte steigen derzeit exponentiell. Zudem stehen die saisonalen Risiko-Monate September und Oktober vor der Tür. Institutionelle wie private Investoren zögern aber, Portfolio-Sicherungen einzusetzen. Dabei könnten sich Absicherungen als beste Quelle für Performance und Substanzerhalt im zweiten Halbjahr 2019 erweisen.

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Die größten Risiken liegen auf der Hand: Der Konflikt zwischen den USA und China geht mittlerweile über die Zoll- und Handelsthemen hinaus und droht jetzt auch, sich auf das Feld der Währungspolitik auszuweiten. Zumindest hat China mit einer noch überschaubaren Abwertung des Yuan sein Gefährdungspotenzial gezeigt – und die Märkte vor ein paar Tagen spontan in den Keller geschickt. Eine Eskalation, die eigentlich niemand wollen kann.

Dabei war es auch hier der US-Präsident, der die Währungs-Dimension als mögliches Instrument in den Handelsstreitigkeiten hinzufügte. So beschuldigte er die EZB, mit ihrer Zinspolitik den Euro künstlich zu subventionieren, um so die USA zu schädigen. Ein Währungskonflikt mit China hätte potenziell sehr viel weitreichendere Konsequenzen. Schon der kleine Währungsschritt reduzierte die Kurse der großen amerikanischen Indices in wenigen Tagen um mehr als sechs Prozent.

Jetzt kommt es auf die Reaktion der USA an. Kommt es zu keiner Einigung, könnte China in einer nächsten Eskalationsstufe sogar seine Rolle als größter Eigner amerikanischer Staatsanleihen ausspielen. Allein die Ankündigung Chinas, den Bestand an 1.110 Milliarden US-Dollar Staatsanleihen als Reaktion auf amerikanische „Strafmaßnahmen“ substanziell verringern zu wollen, könnte für die Märkte fast unabsehbare Folgen haben – für die USA, aber auch für China, denn wo sonst könnte das Geld zinsbringend angelegt werden?


Dies sind aktuell die offensichtlichsten Risiken. Es gibt aber genug weitere Faktoren, die risikosteigernd wirken. Hier ist beispielsweise der bereits begonnene USPräsidentschaftswahlkampf 2020 zu nennen, der seitens des heutigen Amtsinhabers wahlkampfbegründete wirtschaftliche wie politische Aktionen hervorrufen könnte, die wenig rational begründet sind. In Europa hat sich die Wahrscheinlichkeit eines No-Deal-Brexit mit Amtsantritt des neuen Premiers deutlich erhöht. Auch die Wahrscheinlichkeit einer auch militärischen Eskalation im Nahen Osten zwischen den USA/Großbritannien und Iran steigen zunehmend an. Zudem hat nach Beendigung des INF-Abkommens zur Abrüstung von
Mittelstreckenwaffen in Europa faktisch ein neuer Rüstungswettlauf zwischen den USA und Russland begonnen. Und mehr noch: Die zunehmenden innenpolitischen Spannungen in Russland erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Russland zur Ablenkung außenpolitische Streitigkeiten weiter eskalieren lassen könnte.

Noch vor wenigen Jahren wären solche Risiken wahrscheinlich in multilateralen Gesprächen ausgeräumt, weitere Eskalationen vermieden worden. Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion gab es eine insgesamt stabile Nachkriegsordnung. Seitdem ist die internationale Lage im Umbruch und instabil. Die Beziehungen zwischen den „G-2“, den USA und China, verschlechtern sich. Das Verhältnis zwischen den USA und der Europäischen Union verschlechtert sich, die Verhältnisse innerhalb Europas verkomplizieren, verschlechtern sich.

Dazu kommt eine schleichende Abkehr von der jahrzehntelang angenommenen Selbstverständlichkeit, dass Zentralbanken im demokratischen Machtgefüge unabhängig seien: Aktuell wird nicht nur die Unabhängigkeit der amerikanischen Zentralbank Fed öffentlich angegriffen, auch bei der EZB wird diese Unabhängigkeit diskutiert. So mag es zu einer dauerhaften Verlängerung der Niedrigzinspolitik kommen. Nur: Wie können dann nach jahrzehntelangem Aufwärtszyklus konjunkturelle Krisen überhaupt noch verhindert werden? Vielmehr könnte die über die vergangenen zehn Jahre per Niedrigzins aufgebaute internationale Schuldenblase platzen und die nächste Weltwirtschaftskrise auslösen.

Viele unterschiedliche Risiken und Risikodimensionen also, die auf die ohnehin für die Kapitalmärkte risikoanfälligen Monate September und Oktober treffen. Zusammengenommen ist das eine Risikolage, die zur nachhaltigen Vorsicht mahnt. Umso überraschender ist die Risikowahrnehmung der Kapitalmärkte: Sie scheint der faktischen Risikolage nicht angemessen. Generell gibt es eine substanzielle Diskrepanz zwischen den Risiken an den Märkten und der Risikowahrnehmung der Kapitalmarktteilnehmer. Der kurze Kursrückgang vor ein paar Tagen mag ein Wetterleuchten, der Auftakt für sehr volatile Herbstmonate an den Märkten sein. Denn die konjunkturellen Risiken dringen schrittweise
zwar durch: Inverse Zinsstrukturkurven in den USA und nun auch bei Bundesanleihen sind ein deutliches Zeichen. Aber hinsichtlich der politischen Risiken scheint die jahrzehntelange Erfahrung „Politische Börsen haben kurze Beine“ im Risikoverhalten noch wirksam zu sein.
Der entscheidende Unterschied: Diese Kapitalmarkterfahrungen haben sich vor dem Hintergrund der stabilen internationalen Nachkriegsordnung gebildet, die es heute eben nicht mehr gibt.

Die Kombination aus wirtschaftlichen und politischen Risiken hat international nachhaltig gefährliche Dimensionen angenommen: von Konjunkturrisiken, deren Beherrschung von der Fortsetzung von subventionierenden, marktpreisverzerrenden Niedrigzinspolitiken abhängig ist. Eine Niedrigzinspolitik, deren Fortsetzung eine ungeahnte Schuldenblase zur Folge hat. Dazu weltweit politische Risiken, die im Rahmen einer heute fehlenden stabilen internationalen Ordnung zu weitreichenden, auch militärischen Eskalationen mit schwer absehbaren Folgen führen können.

Soweit die Beschreibung der Risiken. Das Wort Risiko zeigt schon, dass es sich um Wahrscheinlichkeiten handelt, nicht um feststehende Fakten. Es könnte also sein, dass sich
alles in Wohlgefallen auflöst. Für Anleger ist die Wahrscheinlichkeit eines schweren Schadenfalles im Portfolio in den vergangenen Wochen allerdings deutlich weiter angestiegen. Um die möglichen, auch substanziellen Schäden abzusichern, ist die Überprüfung bestehender Risikomanagementsysteme mehr als zweckrational. Große institutionelle Anleger nutzen zur Unterstützung ihrer Treuhandfunktion für die Verwaltung der ihnen anvertrauten Gelder bereits seit langem ein Risiko-Overlay. Dies dient als komplementäres, bestehende Risikomanagement-Systeme ergänzendes und verlustbegrenzendes „Schutzschild“ jenseits der gesetzten maximalen Verlustgrenzen. Ein Risiko-Overlay als verlustbegrenzende „Risiko-Versicherung“, deren Kosten je nach Umfang zwischen 0,04 und 0,1 Prozent der abgesicherten Vermögenssumme pro Jahr betragen. Kosten, die in einem sehr unterproportionalen Verhältnis zu den möglichen Verlustrisiken stehen, die sich in den kommenden Jahren an den Aktien- wie auch Rentenmärkten ergeben können.

 

 

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Düsseldorf, 24.07.2019

RECHERCHE TOOL: ZINS-TRACKER.DE

Immer mehr Länder müssen für die Kreditaufnahme nichts mehr bezahlen oder verdienen sogar Geld mit ihren Schulden. Dabei sind es nicht nur die bekannten, bonitätsstarken Nationen, die Negativzinsen ausweisen: interessante Entwicklungen, die sich auf www.zins-tracker.de täglich aktualisiert verfolgen lassen. Die Daten des Zins-Trackers sind bei Quellenangabe jederzeit kostenfrei nutzbar.

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In der Tabelle werden die Renditen von Staatsanleihen verschiedener Länder mit unterschiedlichen Laufzeiten dargestellt. Die Renditen beziehen sich jeweils auf Anleihen in lokaler Währung. Die Daten stammen aus öffentlich verfügbaren Quellen, sind im Normalfall die Schlusskurse des vorherigen Handelstages und werden in der Regel einmal pro Handelstag aktualisiert.

Positive Werte sind grün hinterlegt, negative Werte hellrot. Wenn Werte dunkelrot hinterlegt sind, handelt es sich um neue historische Tiefstände im Rahmen der verfügbaren historischen Daten.

Die angezeigten Daten dienen nur der Information. Für die Aktualität und Richtigkeit der Daten wird keine Gewähr übernommen.

 

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Düsseldorf, 27.06.2019

ALTE GEWISSHEITEN GELTEN NICHT MEHR

Der Negativzins greift immer weiter um sich: Selbst Länder, deren Kreditwürdigkeit als eher bescheiden gelten, können zumindest im kurzfristigen Bereich mit der Schuldenaufnahme Geld verdienen. Während die USA noch in jeder Laufzeit Zinsen zahlen, erhält die Schweiz selbst für 30-jährige Anleihen Geld. „Das ist eine ungesunde Entwicklung, an die sich Anleger wohl gewöhnen müssen“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der auf  Risikomanagement spezialisierten Quant.Capital Management GmbH.

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Mittlerweile bemisst sich die Bonität eines Staates daran, wie viel Geld er dafür erhält, dass er das Geld der Anleger nimmt und bei sich parkt“, sagt Mlinaric. So müssen Anleger in der Schweiz 0,75 Prozent Zinsen dafür zahlen, dass sie Geld für sechs Monate in Schweizer Papiere stecken dürfen. Dänemark mit 0,66, die Niederlande mit 0,59 und Deutschland mit 0,58 Prozent nehmen auch gehörige Parkgebühren. Selbst Italien lässt sich die Anlage in italienische Papiere bezahlen: 0,16 Prozent kostet es Anleger. Und wer Geld nach Bulgarien gibt, muss für ein Jahr 0,32 Prozent Zinsen dafür bezahlen.Gerade Bulgarien wird von vielen Investoren eher mit schwacher Bonität und entsprechenden Risikoaufschlägen bei den Zinsen in Verbindung gebracht. Doch diese Zeiten sind vorbei: Das Land hat seit der Finanzkrise seine Hausaufgaben gemacht, die Verschuldung sinkt, sowohl absolut wie auch im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung, und die Wirtschaft wächst. Die Wahrnehmung vieler Marktteilnehmer gegenüber dem Schuldner Bulgarien ist also nicht mehr aktuell. Die derzeitigen  Renditen sprechen eine deutliche Sprache.


Das ist ein Zeichen dafür, dass alte Gewissheiten nicht einfach so in die Gegenwart übertragen werden können. „Dass derjenige Geld erhält, der einem anderen Geld leiht, ist auch so eine alte Gewissheit – von der sich die Märkte aber verabschieden sollten“, sagt Mlinaric. „Wir werden auf absehbare Zeit keine Umkehrung dieser Tendenz sehen.“ So zahlt der deutsche Staat erst ab einer Laufzeit von mehr als 15 Jahren wieder Zinsen, leihen Anleger Deutschland für eine kürzere Zeit Geld, müssen sie bezahlen. Daraus entsteht eine Rangliste der Staaten und der Laufzeiten, für die sie Geld zahlen müssen (siehe folgende Seite). Vor allem aber zeigt dieses Bild, dass die Notenbanken derzeit alles tun, um die Zinsen auf einem extrem niedrigen Stand zu halten. „Die Staaten sollen sich entschulden, dafür nehmen die Notenbanken auch eine lange Phase der Negativzinsen in Kauf“,  Sagt Mlinaric. „Und sie verlängern diese Phase immer weiter, je weniger Staaten den Turnaround schaffen.“ Während manche sehr weit gekommen sind, wie etwa Bulgarien, hinken Länder wie Italien und Frankreich deutlich hinterher. „Hier verbessert sich die Lage nicht, sondern verschärft sich sogar“, so Mlinaric. „Anleger müssen sich deshalb auf eine weitere Durststrecke bei den Zinsen einstellen. Das kann gerade für Institutionen mit Ausschüttungsbedarf schon sehr bald kritisch werden.“

 

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Düsseldorf, 21.06.2019

GEHALTVOLL, ABER RISKANT

Der Anleihenmarkt bester Bonität und Schuldner leidet noch immer unter Renditeschwäche. Die Zinsdürre hat uns weiter im Griff. Hochzinsanleihen (High Yields) sind eine Chance auf attraktive Erträge. Sie haben seit Jahresbeginn gut performt. Dennoch sollten Berater die Ausfallraten im Blick behalten und breit streuende Fondslösungen auswählen.

Hier finden Sie den ganzen Artikel

Düsseldorf, 21.06.2019

RISIKO, LIQUIDITÄT, RENDITE – DIE AUFLÖSUNG DES MAGISCHEN DREIECKS

Investoren sind gefangen im klassischen Zielkonflikt zwischen Rendite, Risiko und Liquidität. Das größte Problem ist dabei ein Marktumfeld, in dem liquide und zugleich sichere Anlagen geringe, ja sogar negative Renditen liefern. Nach der Lehre des magischen Dreiecks muss zur Steigerung der Rendite entweder das Risiko erhöht oder die Liquidität gesenkt werden. Es gibt aber einen Ausweg

Hier finden Sie das Whitepaper

Düsseldorf, 31.05.2019

DER ZINSMARKT SIEHT MEHR: REZESSION RÜCKT NÄHER

In vielen Teilen der Kapitalmärkte steigen die Zweifel, ob die Party des ersten Quartals munter weitergehen kann. Die gemessene Angst ist gering, die eingegangenen Risiken sind dafür vergleichsweise groß. Wer die nüchternen Zahlen des Zinsmarktes betrachtet, findet allerdings eine beängstigende Häufung von Warnsignalen. „Hier sieht es so aus, als steuerten wir in eine Rezessionsphase“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH.

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Der Mai lief für Aktieninvestoren enttäuschend: Sein Tief erreichte der Dax zum 31. Mai mit rund 11.720 Punkten, das Monatshoch hatte bei 12.310 Punkten gelegen. Beim S&P 500 ist der Mai 2019 sogar der weitschlechteste Monat seit den 1960ern mit einem Minus von 6,6 Prozent. Und für den Dow Jones standen Ende Mai sechs aufeinanderfolgende negative Wochen in den Büchern – ein selten konstanter Abwärtstrend.
Diese Bewegung ging mit einem deutlichen Druck auf die langfristigen Zinsen einher, der sich zum Monatsende hin noch einmal verstärkte. Dieser Druck sorgte dafür, dass an vielen Stellen aus den Zinsmärkten deutlichere Botschaften zu vernehmen sind. „Unter dem Eindruck der Party, die die Aktienmärkte im ersten Quartal des Jahres abgefeiert haben, ist diese Entwicklung beeindruckend“, sagt Mlinaric.


Die Aussage von Fed-Chef Jerome Powell, die niedrigere Zinsen in den USA erwarten lässt, konnte den Aktienmarkt kurzfristig stützen. „Dabei ist eine Zinssenkung als solche kein Zeichen des Vertrauens in die Stärke der Konjunktur“, sagt Mlinaric. „Die eigentliche Botschaft war das Eingeständnis, dass der Handelsstreit den Aufschwung abwürgt.“ Während der Aktienmarkt einen Freudensprung hinlegte, reagierten die Zinsmärkte erwartungsgemäß: Die Renditen auf zehnjährige Staatsanleihen sanken zunächst weiter. Und gerade im Zinsmarkt häufen sich die Warnsignale. So sackte die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen auf ein Allzeittief von -0,21 Prozent. Ebenfalls auf Allzeittief notierte die Umlaufrendite der Langläufer mit -0,26 Prozent.


Weniger beachtet, aber fast wichtiger, ist der deutsche Breakeven Inflation Index. Dieser zeigt die Inflationserwartung im Zinsmarkt Euro und liegt derzeit bei nur noch 0,84 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit den hektischen Tagen nach der Brexit-Wahl Ende Juni/Anfang Juli 2016. Auch das vom Ifo-Institut gemessene Geschäftsklima zeigt mit 97,9 den schwächsten Wert seit Ende 2014. Genug Warnsignale also, um sehr vorsichtig zu werden. Doch es sind noch deutlich mehr, die sich vor allem aus dem Zinsmarkt ableiten lassen: So läuft die Zinskurve in Europa sehr flach, der Spread zwischen zwei- und zehnjährigen Laufzeiten liegt bei gerade einmal 44 Punkten, das ist der niedrigste Stand seit April 2015. Die USA vermitteln ebenfalls dieses Bild: Die Rendite sackte dort seit Beginn der Aktienmarktkorrektur im Oktober 2018 um einen ganzen
Prozentpunkt auf noch 2,13 Prozent. „0,3 Prozentpunkte davon sackte die Rendite allein in den vergangenen beiden Wochen, eine immense Geschwindigkeit“, sagt Mlinaric.

 

Ähnliches wie in Europa gilt auch bei der US-Breakeven Inflation, die 1,76 Prozent ausweist – Ende April lag sie noch bei 1,95 Prozent. In den USA hat sich die Zinskurve bereits umgekehrt. Lange Laufzeiten rentieren 0,16 Prozentpunkte niedriger als kurzfristiges Geld, der Spread liegt also bei -16 Punkten. Ölpreis und Einkaufsmanagerindex sprechen ebenfalls für eine nachlassende Dynamik der Wirtschaftsentwicklung. „Als Risikomanager schauen wir in manchen Bereichen bestimmt genauer hin als andere“, sagt Mlinaric. „Aber eine solche Häufung von Warnsignalen mit zum Teil gewaltigen Ausschlägen haben wir schon lange nicht mehr gesehen.“ Dies spreche für eine deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur bis hin zum Eintritt in eine Rezession. „Das Interessante ist ja, dass die Märkte außerhalb des Zinsmarktes diese Warnsignale nicht zu sehen scheinen.
Entsprechend hoch ist das Überraschungspotenzial“, so Mlinaric.

 

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Düsseldorf, 31.05.2019

NACH DER EUROPAWAHL DREHT ITALIENS REGIERUNG AUF, ABER DIE MÄRKTE JUCKT ES NICHT

Es gehört zur Natur von Populisten, dass sie populäre, wenn auch häufig unrealistische Forderungen stellen. Nach den Europawahlen war es wieder soweit:
Italiens Vizeministerpräsident Matteo Salvini nutzte den politischen Rückenwind, um radikale finanzpolitische Ziele zu postulieren und Forderungen in Richtung EU und EZB zu senden.
„Das hat bei vielen Marktbeobachtern zu einer spontanen Alarmreaktion geführt. Man hätte sogar den Eindruck gewinnen können, die Märkte reagierten mit Panik“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der auf Risikomanagement spezialisierten Quant.Capital Management GmbH.

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Bei den Europawahlen erreichte die in Italien mitregierende Lega mit 34,3 Prozent die meisten Stimmen. Die Reaktion der Märkte auf die Äußerungen Salvinis ist verständlich, sind doch die italienischen Aktienkurse seit der Wahl im Rückwärtsgang und der Risikoaufschlag für zehnjährige italienische Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen, der Spread, auf über 280 Punkte angestiegen. „Dramatisch sind diese Bewegungen aber nicht“, sagt Mlinaric. So lag der Spread im Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate stabil über 260 Punkten und die Aktienmärkte sind derzeit weltweit im Rückwärtsgang. „Ein genauer Blick auf die Märkte zeigt, dass sich die Problemwahrnehmung bezüglich Italien bei den Marktteilnehmern nicht verschlechtert hat“, so Mlinaric.

 

Entwicklung der Zinskurven vom 29.05.2019 im Vergleich zum 22.05.2019: Während die rote
deutsche und die grüne US-Kurve deutlich nachgeben, bleibt die blaue italienische Kurve
nahezu unverändert. (Quelle: Bloomberg)

 

In der Grafik wird die Entwicklung der italienischen Zinskurve mit der deutschen verglichen. Eine direkte Reaktion auf italienische Probleme sollte dazu führen, dass italienische Staatsanleihen verkauft und deutsche Papiere als sicherer Hafen bevorzugt gekauft werden. „Tatsächlich zeigen die Kurven, dass die jüngste Spread-Ausweitung allein aus der Bewegung der deutschen Staatsanleihen rührt“, erklärt Mlinaric. „Da im gleichen Zeitraum auch die USZinskurve nachgibt, ist die hohe Nachfrage nach sicheren Papieren wohl eher Ausdruck einer allgemeinen Konjunktursorge unter Anlegern.“


Dennoch zeigen sich mittelfristig enorme Probleme für Italiens Haushalt, die sich nachhaltig auf die Eurozone auswirken könnten. Im Gegensatz zu anderen südeuropäischen Problemstaaten, welche die Zinspolitik der vergangenen Jahre genutzt haben, um ihre Verschuldung in den Griff zu bekommen, sind die Ziele der italienischen Politik weniger deutlich. „Das birgt explosives Potenzial für den Euro“, so Mlinaric. „Wir haben das Gefühl, dass die Panik noch kommen wird, aber für den Moment wurde sie vertagt. Vor dem Hintergrund der möglichen Konjunktureintrübung werden wir uns in den kommenden Wochen genauer ansehen, wie die PIIGS-Staaten – Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien – die zinspolitische Schonfrist für sich nutzen konnten.“

 

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Düsseldorf, 16.05.2019

BITCOIN: DAS UNFASSBARE RISIKO

Der starke Anstieg des Bitcoin in den vergangenen Wochen lässt Anleger auf die neue Anlageklasse schauen. Angesichts der Kurssteigerungen scheint ein Einstieg verlockend. Die damit verbundenen Risiken lassen sich allerdings kaum managen, zu dünn und ungewiss ist die Datenlage.

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Schon 2017 legten Bitcoin & Co. in der Breite einen fulminanten Anstieg hin, die Blase platze allerdings 2018. Dem steilen Abstieg folgte ein längeres Dümpeln auf niedrigem Niveau. So niedrig, dass viele bereits das Ende der Kryptos verkündeten. Doch jetzt feiert insbesondere der Bitcoin einen neuen Anstieg. Viele Kommentatoren sehen hier schon eine interessante
neue Anlageklasse für institutionelle Investoren.
Professionelle Investoren nutzen bei ihren Entscheidungen aber in der Regel nicht nur Ertragsaussichten als Grundlage. Vielmehr sind sie an festgelegte Risikobudgets gebunden, die strukturiert gemanagt werden müssen. Digitale Assets sprengen hier allerdings das System. Während es für klassische Assetklassen wie Aktien und Renten Erfahrungen aus mehreren Jahrhunderten gibt, stehen die Kryptomärkte ganz am Anfang. Die typischen, zur Risikomessung üblicherweise herangezogenen Kennzahlen liefern hier kaum oder gar keine
brauchbaren Ergebnisse.

Das liegt zum einen daran, dass die Zeitreihen nicht lang genug sind. Dies ließe sich verschmerzen, wenn Investoren Abstriche bei der Langfristigkeit und damit eine höhere Unsicherheit der Daten hinnehmen. Wichtiger aber noch ist, dass sich viele Risikomaße, die gerade in professionellen Systemen eingesetzt werden, auf wissenschaftliche Erkenntnisse über das Verhalten von Börsenteilnehmern stützen. Solche aber gibt es für Kryptos schlichtweg nicht. Auch die Forschung steht hier am Anfang. Allein der Antrieb vieler Anleger, Kryptos zu besitzen, dürfte sich oft schon von der Motivation von beispielsweise Aktienanlegern unterscheiden. Alternative Methoden zur Einschätzung der Werthaltigkeit von digitalen Token – und damit indirekt von deren Preisrisiken – könnten sich etwa auf fundamentale Daten stützen.


Kryptos sind aber ein wenig wie Gold: Auch bei dem Edelmetall gibt es keine wirklichen fundamentalen Daten, denn es wird nicht verbraucht oder in der Industrie – zumindest in größerem Umfang – verarbeitet. Es gibt lediglich die Verabredung, dass Gold wegen seiner besonderen Eigenschaften ein Wert zugesprochen wird. Dies ließe sich auch für Bitcoin & Co. so vereinbaren. Für Gold besteht diese Verabredung allerdings bereits seit Tausenden von Jahren – da hat der Bitcoin noch viel aufzuholen. Und ja: Gold bleibt bestehen, auch wenn der Strom ausfällt. Wagt jemand eine Prognose bezüglich der Stromnetze über die nächsten zweitausend Jahre?
Und für solch eine Verabredung wäre Vertrauen notwendig. Das aber ist angesichts der vielen Skandale rund um die Kryptos derzeit noch schwer aufzubauen. Auf der anderen Seite muss auch angemerkt werden, dass der Reiz des Goldes im Laufe der Geschichte eine unendlich große kriminelle Energie freigesetzt hat, die mit dem einverständnislosen Besitzerwechsel einhergeht. Der Reiz des Bitcoin scheint ähnlich hoch zu sein – vielleicht also ein Indikator für seinen Wert?

Abgesehen von solch sehr generalisierenden Betrachtungen ist für ein solides Risikomanagement neben der Datenverfügbarkeit und dem Fehlen der fundamentalen Basis auch die Datenqualität zu dünn. So wurde in einer Anhörung vor der US-Börsenaufsicht geäußert, dass ein sehr großer Teil der von diversen Handelsplattformen genannten Volumina nicht stattgefunden hat. Da es bis jetzt noch zu wenig Regulierung gibt, werden manche Kryptos immer noch in einem Graubereich auf Plattformen in weit entfernten Ländern mit durchaus eingeschränkter Rechtssicherheit gehandelt. Für einen Risikomanager sind digitale Assets also quantitativ kaum fassbar. Für Investoren bedeutet das, dass sie zwar angesichts der verlockenden Ertragschancen darin investieren können. Sie müssen aber in jedem Fall diese Position als höchstes Risiko bewerten und mit einem Totalverlust
rechnen.

 

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Düsseldorf, 02.05.2019

WER SCHNELL SEIN WILL, MUSS RECHTZEITIG BREMSEN KÖNNEN

Anleger sehen im Risikomanagement oft nur einen Kostenfaktor. Dabei stellt es einen erfolgskritischen Baustein für Portfolios dar. „Wer im Motorsport Rennen gewinnen will, braucht neben Kraft auch gute Bremsen“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH beim 3. Kapitalmarktgespräch in Düsseldorf. „Nur so kann gefahrlos mit höheren Geschwindigkeiten gefahren werden.“

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„Das Niedrigzinsumfeld stellt Investoren vor große Herausforderungen bei der Erfüllung der finanziellen Zielgrößen der Kapitalanlage“, sagt Mlinaric. Stiftungen etwa, die für die Erfüllung ihres Stiftungszwecks auf regelmäßige Ausschüttungen angewiesen sind. Oder Pensionswerke, die nicht in Niedrigzinsphasen die Auszahlungen an ihre Pensionäre herunterfahren können. Um ihre Ziele erreichen zu können, schichten viele Investoren in volatilere und illiquidere Assetklassen um. „Sie erhöhen das Tempo und wählen somit als Ausweg höhere Risiken“, sagt Mlinaric.

Die resultierenden Risikoprofile erfordern höhere Risikobudgets. Diese sind aber nicht immer leicht durchzusetzen. „Durch Risikomanagement können diese Profile asymmetrisch verändert werden“, sagt Mlinaric. Ziel muss es sein, das Verhältnis von erwarteter Rendite zu eingegangenem Risiko zu steigern. Dann kann mit einem gegebenen Risikobudget eine ertragreichere Allokation verfolgt werden. „Auf den Rennsport übertragen heißt das: Es werden Endgeschwindigkeit und Fahrkunst gegen Beschleunigung und Kontrolle getauscht“, so Mlinaric.

Gemessen am S&P 500 etwa benötigten Aktieninvestoren ein Risikokapital von rund fünfzig Prozent, um ein Ergebnis von 6,9 Prozent pro Jahr zwischen 1987 und 2017 zu erzielen. Mit einem strategischen Risikomanagement hätte man ein vergleichbares Ergebnis erzielen können – bei nur rund zwanzig Prozent Risikokapital. Würde das frei gewordene Risikokapital genutzt, ließe sich die Aktienallokation entsprechend erhöhen und damit die Performance des Portfolios noch weiter steigern.

„Es ist besser, stark zu beschleunigen und entsprechend bremsen zu können, als immer nur auf die höchste Endgeschwindigkeit zu schauen und aus der Kurve zu fliegen“, sagt Mlinaric. Im Portfoliomanagement entspricht ein Risikomanagement der Bremse. „Mit einem Risiko-Overlay lässt sich die Performance steigern und trotzdem das Risiko auf dem gegebenen Niveau halten“, so Mlinaric.

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Düsseldorf, 25.04.2019

VOLATILITÄT: DIE RUHE VOR DEM STURM

Die Volatilität der Märkte ist so niedrig, wie schon lange nicht mehr, die Marktteilnehmer sind daher angstfrei unterwegs. „Dabei könnte die geringe Volatilität nur die Ruhe vor dem Sturm sein“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der auf Risikomanagement spezialisierten Quant.Capital Management GmbH.

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Die Schwankungsbreite der Märkte, die Ausschläge der Kurse, sind erneut an einem Tiefpunkt angelangt. „Seit 1999 gab es nur zwei Handelstage mit noch geringerer Volatilität als zuletzt“, sagt Mlinaric. Der VSTOXX, der die implizite Volatilität von Optionen auf europäische Aktien abbildet, befand sich am 18. April 2019 nahezu auf einem Allzeittief. Die einzigen Tage, an denen dieser Index noch tiefer lag, waren im Dezember 2017 und im Januar 2018, also unmittelbar vor dem Aktiencrash im Februar 2018.

Die Angst der Marktteilnehmer ist also gering und Absicherungen über Optionen sind zu Schnäppchenpreisen zu haben. „Laut Marktbeobachtern verfolgen wieder viele Marktteilnehmer Strategien, die Geld verdienen, wenn die Volatilität sinkt beziehungsweise auf dem niedrigen Niveau verharrt“, analysiert Mlinaric.
Das würde bedeuten, dass die Masse nicht von einer neuen Marktkorrektur ausgeht. „Haben die Notenbanken dafür gesorgt, dass es keine Marktkorrektur mehr geben wird?“, fragt Mlinaric. Auch sei unklar, ob die Risikoprämien auf dem aktuellen Niveau adäquat bepreist seien. „Viel wichtiger ist aber: Wie lange bleibt dieses Umfeld erhalten, in dem sorgenfrei investiert werden kann?“, so Mlinaric.

In der letzten Phase so geringer Volatilität kam es dann zu einer sehr schnellen Gegenbewegung: Im Februar 2018 führte ein plötzlicher Volatilitätsanstieg zu starken Marktverwerfungen und Kursverlusten bei Aktien. Möglicherweise handelt es sich bei der jetzigen Niedrig-Vola-Phase wieder um eine solche Ruhephase. Dies sei aber auch eine gute Chance, Portfolios gegen stärkere Schwankungen abzusichern: „Wenn man davon ausgeht, dass Marktmechanismen zeitnah wieder greifen werden, ist der Preis für eine Absicherung derzeit günstig“, so Mlinaric.

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Düsseldorf, 11.04.2019

JAPAN GEHT INS RISIKO – OHNE NETZ UND SICHERUNGSSEIL

In Japan hat die Nullzinsfalle bereits vor Jahren zugeschnappt. Anleihen bringen nicht mehr die gewohnten Erträge, große institutionelle Anleger müssen umdenken und höhere Risiken eingehen. Was kann Europa davon lernen? „Hier gilt es, rechtzeitig ein Risikomanagement aufzubauen. Die Rekordverluste etwa beim japanischen Pensionsfonds GPIF müssen sich nicht wiederholen“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH.

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Zinsniveaus von um die null Prozent zwingen auch große institutionelle Anleger zu risikoreicheren Anlagen. Der japanische Government Pension Investment Fund (GPIF) als einer der größten Pensionsfonds der Welt bekam die Auswirkungen seiner riskanteren Ausrichtung jetzt deutlich zu spüren: Im vierten Quartal 2018 verzeichnete der Fonds einen rekordverdächtigen Verlust – auch weil offenbar kein Risikomanagement installiert war. „Das Management des GPIF hielt bis 2014 eine Staatsanleihenquote von rund 60 Prozent“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer Quant.Capital Management. „Als die Renditen in Richtung Null gingen, wurde diese Position ab- und gleichzeitig die Aktienquote von 24 auf rund 50 Prozent aufgebaut.“

„Mehr als neun Prozent Verlust in nur einem Quartal Ende 2018 sind für einen auf Stabilität setzenden Pensionsfonds ein mehr als beängstigendes Ergebnis“, sagt Mlinaric. Der Fonds verwaltet ein Volumen von rund 1.205 Milliarden Euro, die riskantere Ausrichtung ließ gut zehn Milliarden Euro abschmelzen. „Zum Glück für das Management erholten sich die Märkte recht rasch wieder und die Verluste konnten ausgeglichen werden“, so Mlinaric. Von den angestrebten Erträgen allerdings ist der GPIF immer noch weit entfernt.

„Angesichts der bereits recht hohen Bewertungsniveaus der Aktienmärkte sind Zielrenditen von vier bis sechs Prozent ambitioniert“, sagt Mlinaric. Trotzdem kommen institutionelle Adressen nicht an Aktien vorbei, um die Renditen zu erwirtschaften, die für die gesetzten Aufgaben notwendig sind. Noch verfügen die großen europäischen Häuser über einige Staatsanleihen, die noch mit einem einträglichen Kupon ausgestattet sind. „Diese laufen jetzt aber nach und nach aus“, sagt Mlinaric. „Dann stehen die Pensionsfondsmanager auch hierzulande vor der Notwendigkeit, risikoreichere, aber eben renditeträchtigere Anlagen ins Portfolio zu nehmen.“ Hier gilt es jetzt, aus der Situation in Japan zu lernen.

„Ein Emporsteigen der Risikoleiter erhöht die Renditechancen, aber damit eben auch die Risiken“, so Mlinaric. Im GPIF sind die Quartalsrenditen seit 2014 durchaus angestiegen. Allerdings stieg auch die Portfoliovolatilität deutlich. Der im vierten Quartal 2018 verzeichnete Verlust von 9,1 Prozent zeigt aber, dass die Aktienpositionen den Marktturbulenzen schutzlos ausgeliefert waren. „Hätte sich die Korrektur zu einem echten Crash ausgewachsen, wäre die Rente vieler Japaner nicht mehr zu bezahlen gewesen“, sagt Mlinaric.

Daraus ergibt sich: Wenn langfristig anlegende Portfolien in Zukunft deutlich chancenreicher aufgestellt werden müssen, ist dringend darauf zu achten, dass dies mit einem konsequenten Risikomanagement einhergeht. An der „japanischen Krankheit“ sollte keine Rente zugrunde gehen.

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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.quantcapital.de.

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Düsseldorf, 18.12.2018

PROFESSIONELLE RISIKOANALYSE FÜR INVESTOREN

Der Risk Tracker von Quant.Capital Management – eine wertvolle Unterstützung für die Portfoliosteuerung

Quant.Capital Management („QCM“) ist eine deutsche Asset Management Gesellschaft für systematische Wertsicherungsdienstleistungen und risikobasierte Anlagestrategien. Wir bieten Vermögensberatern, Vermögensverwaltern und anderen Investoren ein professionelles Instrument zur systematischen Analyse von Rendite- und Risikoprofilen verschiedener Anlageklassen – den Risk Tracker.

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Der Risk Tracker ist eine innovative Risiko-Research Publikation. Mit seinen Informationen und Analysen liefert der Risk Tracker einen objektiven, faktenorientierten Blick auf die Risiken an den Kapitalmärkten und deren Auswirkung auf Musterportfolien mit den gängigsten Risikoprofilen. Damit wird die Steuerung von Depotrisiken erheblich erleichtert und die Vermögensberatung im Sinne der Kunden nachvollziehbar verbessert. Sein Einsatz unterstützt zusätzlich die Erfüllung regulatorischer Anforderungen (MiFiD).

„Ziel des Risk Trackers ist es, dem Nutzer eine Einschätzung der aktuellen Marktrisiken zu erlauben und darauf basierend Rückschlüsse für die Asset Allokation zu ziehen. Zu diesem Zweck wird das aktuell gemessene Risiko eines Instruments etwa mit seiner eigenen Historie verglichen. Mittels sogenannter Heatmaps lässt sich dann auf einen Blick feststellen, in welchen Marktsegmenten sich Risiken aufbauen und ob eine Ansteckung anderer Segmente geschehen ist“, erläutert QCM-Geschäftsführer Ivan Mlinaric.

Für ausgewählte Musterportfolien vergleicht der Risk Tracker die Wertentwicklung mit und ohne dynamische Absicherung. „Für verschiedene Risikoneigungen kann so direkt nachvollzogen werden, ob aktuell eine Anpassung der Allokation risikobehafteter Assets nötig wäre und wie ein Engagement mit diesen Maßnahmen als Schutzschild in der Vergangenheit funktioniert hätte“, so Ivan Mlinaric.

Der Risk Tracker wird wöchentlich mit Kommentaren zu aktuellen Kapitalmarktentwicklungen an Abonnenten versandt. Tagesaktuelle Ausgaben sind zudem verfügbar. Zu bestellen ist er über die Webseite von QCM unter www.quantcapital.de. Der Preis für die Standard-Version beläuft sich auf 299,- Euro (inkl. MwSt.) im Monat. Im Januar 2019 werden informative Webinare zum Risk Tracker angeboten. Weitere Informationen sind auf der Webseite verfügbar und können direkt bei Quant.Capital Management erfragt werden.

Weitere Informationen zu Quant.Capital Management GmbH, Düsseldorf

Quant.Capital Management GmbH ist eine seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) regulierte Asset Management Gesellschaft mit Sitz in Düsseldorf. Im Fokus ihrer Produkte und Dienstleistungen stehen systematisches Risikomanagement und Wertsicherungskonzepte sowie risikobasierte, quantitative Anlagestrategien für Institutionelle Kunden sowie professionelle Investoren. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.quantcapital.de.

Quant.Capital Management GmbH Medienkontakt
Dr. Dieter Falke, Ivan Mlinaric Sebastian Brunner
Speditionstraße 17 communications+consulting
D-40221 Düsseldorf
Telefon: +49(0)211.635512 0 Telefon: +49(0)175.5604673
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E-Mail: sebastian.brunner@brunner-communications.de

 

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20181218-pm-Risk-Tracker

Düsseldorf, April 2018

MEHRERTRAG FÜR FAMILY OFFICES DURCH AKTIVES RISIKOMANAGEMENT

„Wenn sichere Anlagen sichere Verluste bringen und riskante Anlagen Verlustrisiken bergen, funktioniert eine grundlegende Annahme klassischer Vermögenssteuerung nicht mehr“, sagt Ivan Mlinaric von Quant.Capital Management. Zusammen mit seinem Kollegen Alexander Schroer beschreibt er in einem Gastbeitrag für HEDGEWORK NEWS, wie sich mit aktivem Risikomanagement ein Mehrertrag erzielen lässt.

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Für viele Familienvermögen ist der generationenübergreifende Gedanke, also die Sicherung des Vermögens für die nachfolgenden Generationen von höchster Bedeutung. Daraus ergibt sich in der Tendenz eine primär an Sicherheit ausgerichtete Anlagepolitik, häufig ausgedrückt als Erhalt der realen Kaufkraft. In der Vergangenheit hätten hierfür oft sichere Staatsanleihen gereicht. Heute liefern viele vermeintlich sichere Anlagen dagegen eine garantierte negative Rendite. Es mag zynisch klingen, aber ein sicherer Verlust ist auch eine Form von Risikovermeidung, wenn auch eine nicht erstrebenswerte. Um positive Renditen zu erwirtschaften oder gar einen Inflationsausgleich zu schaffen, muss man die Risiken deutlich erhöhen bzw. sich neuen Risiko- und Ertragsquellen öffnen.

Wenn sichere Anlagen sichere Verluste bringen und riskante Anlagen Verlustrisiken bergen, funktioniert eine grundlegende Annahme klassischer Vermögenssteuerung nicht mehr. Ein traditioneller Weg Vermögen zu steuern, geht über die strategische Allokation: Durch eine Kombination von sicheren und riskanten, dafür ertragreicheren Anlagen wird versucht, die Anlageziele zu erreichen. Eine gute Diversifikation sorgt dafür, dass die Volatilität des Gesamtvermögens im angestrebten Rahmen bleibt.

Alles wird zum Risiko: Wenn die sichere Anlage ihre Grundfunktion des Kapitalschutzes nicht mehr liefern kann und Verluste erwarten lässt, dann ist es folgerichtig, diese in der Portfolioallokation immer weniger zu berücksichtigen. Die Portfolioallokation entlang des Spannungsbogens „sicher gegen unsicher“ funktioniert nicht mehr. Wir akzeptieren, nolens volens, dass unser Portfolio unsicherer wird. Dafür erhalten wir aber weiterhin positive Erwartungswerte für die Rendite. Unser erster Reflex wird es sein, unsere bewährten Methoden zur Risikoreduktion weiter zu verwenden, und das mit steigender Bedeutung. Diversifikation als Mittel der Risikosteuerung wird noch mehr in den Fokus rücken. Das erscheint auch folgerichtig, denn sie hat in der Vergangenheit schließlich auch funktioniert.

Diversifikation hat in der Vergangenheit geholfen, Volatilität zu reduzieren, während sichere Anlagen zum Kapitalerhalt beigetragen haben. Volatilität wird auch in Zukunft gut hierüber zu steuern sein, aber wir wagen folgende These: Den Kapitalerhalt werden wir in Zukunft so nicht sicherstellen können. Diversifikation kann nicht vor Verlusten in Krisenzeiten schützen, da Korrelationen von risikobehafteten Anlagen die unangenehme Eigenschaft haben, gerade in Krisenphasen anzusteigen.

Als Alternative bekommen wir häufig zu hören, man könne Kursverluste in hohem Maße temporär verkraften. Die Märkte würden ja schließlich irgendwann wieder steigen. Leider kann sich das Tolerieren von Kursverlusten in der Erwartung, dass diese auf lange Sicht wieder ausgeglichen werden, als Trugschluss erweisen. Man schaue nur nach Japan, wo die Aktienkurse sich auch nach 30 Jahren noch weit unter den historischen Höchstständen befinden. Langfristig positive Renditen sind kein Naturgesetz. Aktives Risikomanagement wird zur Kernaufgabe!

Die strategische Allokation orientiert sich überwiegend am Konzept der Assetklassen. Indem diesen unterschiedliche Ertragserwartungen und Risikoeigenschaften zugeschrieben werden, können sie zu einem Portfolio zusammengesetzt werden, das die Anlageziele erreicht. Das funktioniert, solange bei sicheren Assetklassen mit positiven Renditen gerechnet werden kann. Ist das nicht gegeben, wird es Zeit, den Werkzeugkasten zu erweitern. Wenn die klassische strategische Allokation dem Anspruch an die ganzheitliche Portfoliosteuerung nicht mehr gerecht werden kann, dann drängt sich uns ein Paradigmenwechsel auf. An die Stelle der Assetklassen muss das Denken in Risikoprofilen treten. Entscheidend werden Fragen sein wie die, welchem Verlustrisiko wir uns aussetzen und wie wir dieses aktiv steuern können? Wo alles zum Risiko wird, wird aktives Risikomanagement zur zentralen Aufgabe der Portfoliosteuerung!

Die Effizienz des Risikokapitals optimieren: Ansätze ohne aktives Risikomanagement sind überwiegend darauf ausgerichtet, die Steuerung des Gesamtportfolios basierend auf Renditeerwartungen einzelner Assetklassen zu betreiben. Treten die erhofften Renditen nicht ein, dann kann die wesentliche Steuergröße ihren notwendigen Beitrag nicht liefern. Problematisch wird das, wenn der Kunde Zweifel daran äußert, ob das Portfolio ausreichend gut zusammengestellt wurde. Wie messen wir eine gute, ja sogar die richtige Allokation? Wie können wir neben der wirtschaftlichen Risikotragfähigkeit auch die psychologische Risikotoleranz berücksichtigen? Viele Studien belegen, dass Anleger in Krisenzeiten dazu neigen, Verluste zu realisieren und diese festzuschreiben, obwohl eine Risikotragfähigkeit noch gegeben wäre. Die Diskussionen mit Anlegern in solchen Phasen gehören vermutlich zu den schwierigsten Aufgaben jedes Vermögensverwalters.

Das für die Kapitalanlage und das Risikomanagement wichtigste Ziel liegt in der Übersetzung der Risiko- und Renditepräferenzen in eine adäquate Anlagestrategie. Da Renditeausprägungen nicht direkt gesteuert werden können, sollte der Kern der Arbeit in der Definition der Risikotragfähigkeit liegen. Diese kann nämlich direkt in Zahlen ausgedrückt werden, ein Vorteil gegenüber der indirekten Steuerung in Abhängigkeit von zulässigen Assetklassen. Ist die Höhe des in einer Periode maximal akzeptierten Verlustes ermittelt worden, kann die Allokation bestimmt werden, die bei Einhaltung der Risikovorgaben die höchste Performance erwarten lässt.

Aktives Risikomanagement dient, anders ausgedrückt, nicht nur dazu, beispielsweise extreme Verlustrisiken zu reduzieren. Intelligent eingesetzt hilft es vielmehr dabei, die Wünsche der Anleger besser zu quantifizieren und das für diese Anleger optimal auf Renditechancen hin zugeschnittene Portfolio zu gestalten. Unabhängig von der Marktverfassung lässt sich so die Kommunikation mit den Anlegern verbessern, denn wir können zeigen, dass das verfügbare Risikokapital langfristig optimal eingesetzt wird.

 

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HEDGEWORKNEWS April 2018

Düsseldorf, Februar 2018

RENDITEWERK ZUR PFLEGE DES STIFTUNGSVERMÖGENS

Für viele Stiftungsvermögen ist die langfristige Sicherung des Vermögens von höchster Bedeutung. Darüber hinaus soll noch ein laufender Ertrag erwirtschaftet werden, um daraus den Stiftungszweck zu bedienen.

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Daraus ergibt sich in der Tendenz eine primär an Sicherheit ausgerichtete Anlagepolitik. In der Vergangenheit hätten hierfür oft sichere Staatsanleihen gereicht. Heute liefern diese dagegen oft eine garantierte negative Rendite. Es mag zynisch klingen, aber ein sicherer Verlust ist auch eine Form von Risikovermeidung, wenn auch eine nicht erstrebenswerte. Um positive Renditen zu erwirtschaften oder gar einen Inflationsausgleich zu schaffen, muss man die Risiken deutlich erhöhen bzw. sich neuen Risiko- und Ertragsquellen öffnen. Daran wird auch in den kommenden Jahren aus unserer Sicht kein Weg vorbei führen.

Ein traditioneller Weg, Vermögen zu steuern, geht über die strategische Allokation: Durch eine Kombination von sicheren und riskanten, dafür ertragreicheren Anlagen, wird die Erfüllung der Anlageziele angestrebt. Eine gute Diversifikation sorgt dafür, dass die Volatilität des Gesamtvermögens im angestrebten Rahmen bleibt.

 

Alles wird zum Risiko

Wenn die sichere Anlage ihre Grundfunktion des Kapitalschutzes nicht mehr liefern kann, dann ist es folgerichtig, diese in der Portfolioallokation immer weniger zu berücksichtigen. Die Portfolioallokation entlang des Spannungsbogens „sicher gegen unsicher“ funktioniert nicht mehr. Wir sollten akzeptieren, dass wir unser Portfolio zusehends „unsicherer“ allokieren müssen. Dafür können wir aber weiterhin auf positive Renditen hoffen. Diversifikation als Mittel der Risikosteuerung wird noch mehr in den Fokus rücken. Sie hat in der Vergangenheit geholfen, Volatilität zu reduzieren. Den Kapitalerhalt wird man in Zukunft so nicht sicherstellen können, denn Korrelationen von risikobehafteten Anlagen haben die unangenehme Eigenschaft, gerade in Krisenphasen anzusteigen. Einige Anleger meinen, sie könnten hohe Kursverluste temporär verkraften, denn die Märkte würden ja irgendwann wieder steigen. Leider kann sich das Tolerieren von Kursverlusten in der Erwartung, dass diese auf lange Sicht wieder ausgeglichen werden, als Trugschluss erweisen. Man schaue nach Japan, wo die Aktienkurse sich auch nach 30 Jahren noch weit unter den historischen Höchstständen befinden. Langfristig positive Renditen sind kein Naturgesetz.

 

Aktives Risikomanagement wird zur Kernaufgabe

Die strategische Allokation orientiert sich überwiegend am Konzept der Assetklassen. Aufgrund unterschiedlicher Ertragserwartungen und Risikoeigenschaften können sie zu einem Portfolio zusammengesetzt werden, das die eigenen Anlageziele erreicht. Das funktioniert, solange bei sicheren Assetklassen mit positiven Renditen gerechnet werden kann. Ist das nicht gegeben, wird es Zeit, den Werkzeugkasten zu erweitern. An die Stelle der Assetklassen sollte das Denken in Risikoprofilen treten. Entscheidend werden Fragen sein wie die, welchem Verlustrisiko wir uns aussetzen und wie wir dieses aktiv steuern können. Wo alles zum Risiko wird, wird aktives Risikomanagement zur zentralen Aufgabe der Portfoliosteuerung!

 

Die Effizienz des Risikokapitals optimieren

Viele Studien belegen, dass Anleger in Krisenzeiten dazu neigen, Verluste zu realisieren und diese festzuschreiben, obwohl rein ökonomisch eine Risikotragfähigkeit noch gegeben wäre. Wie können wir neben der wirtschaftlichen Risikotragfähigkeit auch diese psychologische Risikotoleranz berücksichtigen?

Das für die Kapitalanlage und das Risikomanagement wichtigste Ziel liegt in der Übersetzung der Risiko- und Renditepräferenzen der Anleger in eine adäquate Anlagestrategie. Im Gegensatz zum Risiko können Renditeausprägungen aber nicht direkt gesteuert werden. Schon deshalb sollte der Kern der Arbeit in der Definition der Risikotragfähigkeit liegen. Diese kann nämlich direkt in Zahlen ausgedrückt werden. Ist die Höhe des in einer Periode maximal akzeptierten Verlustes ermittelt worden, kann die Allokation bestimmt werden, die bei Einhaltung der Risikovorgaben die höchste Performance erwarten lässt. Aktives Risikomanagement dient nicht nur dazu, Verlustrisiken zu reduzieren. Intelligent eingesetzt hilft es dabei, das für die Anleger optimal auf Renditechancen hin zugeschnittene Portfolio zu gestalten. Es hilft dabei, länger und höher in attraktiven Anlagen allokiert zu bleiben. Es hilft dabei, die Performancechancen der Anleger zu verbessern.

 

Risikomanagement im eigenen Portfolio

Mit aktivem Risikomanagement lassen sich Verlustrisiken begrenzen und gleichzeitig die Ertragschancen verbessern. Allein, die Implementierung birgt gewisse Herausforderungen. Im Risikomanagement werden häufig Indexderivate zur Absicherung des bestehenden Portfolios eingesetzt. Das funktioniert sehr gut für größere institutionelle Portfolios, die sich deutlich im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen. Auch für kleinere Portfoliogrößen ab ca. 5 Millionen Euro lässt sich ein individuelles Risikomanagement auf institutionellem Niveau darstellen. Hierzu sind aber einige Voraussetzungen im Portfolio zu erfüllen. Eine individuelle Beratung ist unerlässlich. Für kleine Portfoliogrößen bietet es sich an, das Angebot an Publikumsfonds zu prüfen. Es kann schwierig sein, Produkte zu finden, die genau die eigenen Risikopräferenzen abbilden. Hier böte sich als Option beispielsweise an, mit anderen, ähnlich ausgerichteten Stiftungen über gemeinsame Vehikel nachzudenken. Diese Option hätte den Vorteil, dass sich in den meisten Fällen Kosten einsparen lassen. Gerne beraten wir Sie dabei, wie Sie für Ihr Vermögen das vorhandene Risikokapital optimal an den Märkten einsetzen und die Chancen daraus optimal nutzen können.

 

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RenditeWerk 02-2018

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